Logo Unsere Schwarzwaldbahn Unsere Schwarzwaldbahn

Stadtbahnnetz für den Landkreis Böblingen

Stadtbahnnetz für BB

02.04.2020

An die Redaktionen  und Fraktionen

Pressemitteilung        
Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (BAUS) beteiligt sich an Ideenwettbewerb für neue Bahnen im Landkreis Böblingen
Fahrgastpotentiale in den Blick nehmen und S-Bahn durch neue Stadtbahnverbindungen entlasten
Verbindung S-Vaihingen – Leonberg - Rutesheim und Böblingen - Tübingen vorgeschlagen | Herrenberg – Nagold interessant

In einem Schreiben an Landrat Bernhard und die Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, sowie an den Tübinger Landrat Weber, Oberbürgermeister Palmer und den Calwer Landrat Riegger regt die Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn den Bau eines Stadtbahnnetzes im Kreis Böblingen an. Erst kürzlich hat die Böblinger Kreisverwaltung die Untersuchung verschiedener zusätzlicher Bahnverbindungen angekündigt.Die Bürgeraktion will erreichen, dass auch ihre Vorschläge geprüft werden.

Für Sprecher Erwin Eisenhardt sind drei Zielrichtungen wichtig: Die S-Bahn müsse durch tangentiale Verbindungen entlastet, neue und große Fahrgastpotentiale erschlossen und erhebliche Fahrzeitgewinne erzielt werden.

Die Bahnaktivisten machen vier Vorschläge: Eine Stadtbahn von Vaihingen über Büsnau und Leonberg nach Rutesheim, eine Stadtbahn von Böblingen über Dettenhausen nach Tübingen, eine Stadtbahn von Böblingen über Grafenau nach Weil der Stadt/Calw und eine Stadtbahnverbindung Nagold-Herrenberg.

Mit der Verbindung des Raumes Leonberg mit Vaihingen wird eine zuverlässige und zeitsparende Anbindung an das Wirtschaftszentrum auf den Fildern, die Universität und den Flughafen geschaffen. Die Bahnaktivisten sehen hier große Fahrzeitgewinne und ein großes Fahrgastpotential. Der Umweg über Stuttgart und das Stehen im Stau mit heutigen Buslinien würden der Vergangenheit angehören, zählt Klaus Hünerfeld einige Vorteile auf.

Ein sehr großes Fahrgastpotential hätte eine Stadtbahnverbindung von Böblingen über Dettenhausen geradlinig entlang der Kreisstraße 6912 (Pfrondorf) nach Tübingen.Diese Schienenachse wäre massiv kürzer als alle bisherigen Verbindungen auf den Bestandsstrecken. An beiden Enden würden Einwohnerpotentiale von jeweils rund 200 000 Menschen erschlossen.

Mit der Regionalstadtbahn Neckar-Alb wäre das nötige und geeignete Grundsystem bereits vorhanden, es entstünde also kein Inselbetrieb. Wer die Autoschlangen reduzieren will, die sich morgens auf den Weg von Reutlingen und Tübingen in den Raum Böblingen/Sindelfingen machen, hätte hier ein geeignetes Instrument, ist Erwin Eisenhardt überzeugt.

Die Bahnaktivisten haben ihre Vorschläge detailliert ausgearbeitet und den Entscheidungsträgern der drei betroffenen Landkreise zugesandt und hoffen nun auf Gesprächsbereitschaft.


Kommentare:
Michael Hennecke: Zur Stadtbahn Schönbuch: Die Initiative begrüße ich sehr. Allerdings spreche ich mich gegen eine Linienführung über Pfrondorf aus. Meines Erachtens ist es sinnvoller, die Strecke auf (nicht neben) der früheren B27 über Bebenhausen zu führen. Gründe:
1. Der zusätzliche Nutzen für die Bewohner der Tübinger Ortsteile Pfrondorf (ca. 3.400 Ew.) und Herrlesberg (ca. 2.100 Ew.) ist überschaubar, zumal diese vom Herrlesberg aus durch einen 15-minütigen Bustakt an die Innenstadt angebunden sind. Die Weiterführung der Buslinie 1 nach Pfrondorf, um auch dort eine höhere Taktdichte zu erlangen, ließe sich leicht bewerkstelligen.
2. Viel wesentlicher erscheint mir, die effektive Erschließung von Bebenhausen und des Erholungsgebietes Schönbuch für die Bevölkerung der Gebiete im Einzugsbereich der Schönbuchbahn. Die unerträgliche Belastung durch den Kfz.-Verkehr ließe sich hierdurch reduzieren.
3. Ein weiterer positiver Effekt wäre die Einengung der alten B27 durch die Linienführung auf der Straße. Hierdurch wird deren Nutzung unattraktiver.
Beste Grüße und viel Erfolg
Michael Hennecke
Tübingen (10.09.2020)

 
Impressum :: Nach oben