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Infoblatt Nr. 0

Zugziel-Anzeiger

Wissenswertes für
kritische Anlieger und
künftige Bahnkunden
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Chancen für die Schwarzwaldbahn – und ihre Anlieger

  1. Renningen wird zur Verkehrs-Drehscheibe – auf der umweltschonenden, energieeffizienten Schiene, und mit dem von der Region geplanten Schnellbus von Vaihingen/Enz. Was andere Ge-meinden gerne hätten: Renningen ist auf dem Weg, es zu bekommen, als neues Tor zum Nord-schwarzwald – bald in aller Munde?
  2. Schienenverkehr zieht etwa doppelt so viele Pendler und Nutzer vom Auto ab als Busverkehre – diese Faustregel beweist sich bei jeder Umstel-lung von Bus auf Schiene von neuem. Daher ent-lastet die Bahn die Straßen, auch im Bereich Weil der Stadt und Renningen (Kindelberg und Malms-heim) – wenn sie bis Renningen fährt.
  3. Arbeitgeber und Gewerbetreibende legen heute großen Wert auf gute Anbindung im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). Auch Bosch dürfte es begrüßen, wenn seine Mitarbeiter einen attraktiven Weg ohne Auto in Richtung Nord-schwarzwald vorfinden. Attraktiv ist er dann, wenn die Boschler nur einmal umsteigen müssen, vom Bosch-Bus auf die Schwarzwaldbahn. Der Bus fährt bis zum Bahnhof Renningen. Daher liegt dort der Umsteigeknoten.
  4. Die Bahn ist leistungsfähiger, daher flexibler und wirtschaftlicher als Busse. Auch für den Ta-gestourismus ist die Bahn flexibler: Sie fasst mü-helos Reisegruppen und Fahrräder. Wie Perlen auf der Kette: Die Orte an der Schwarzwaldbahn (aus Calwer Sicht: Hermann-Hesse-Bahn)
  5. Weil der Stadt mit Renningen, weiter Calw und Pforzheim bilden miteinander ein neues magisches Dreieck für den Tagestourismus durchs Würm- und Nagoldtal. Auch das Rankbachtal kann davon profitieren, wenn es sich gut aufstellt. Wussten Sie das? Es gab in Renningen einst eine echte Drehscheibe für die Lokomotiven der Eisenbahn. Bahn-Drehscheibe Renningen

Fünf Fragen zur Schwarzwaldbahn – mit Antworten

  1. Stören zusätzliche Züge Weil der Stadt – Renningen nicht den S-Bahn-Verkehr?
    Nein. Heute fahren dort weniger Züge als beim Start der S-Bahn 1978. Damals war die Strecke aber eingleisig. Heute bietet der zweigleisige Abschnitt Malmsheim – Renningen sogar mehr Flexibilität.
  2. Ist die Begegnung zusätzlicher Züge im teils engen Abstand weniger Minuten nicht ein Problem für die Pünktlichkeit?
    Nein. Es ist das Wesen der Eisenbahn und ihres Fahrplans, dass sich Züge im Minutenabstand die gleichen Gleise teilen, auch wegen guter An- schlüsse. Dies wird auch in der Region Stuttgart täglich hundertfach so gehandhabt. Somit gibt es keinen Grund, gerade in Renningen davon abzu-sehen.
  3. Sind die zusätzlichen Züge nicht eine zusätzliche Belastung für die Anwohner?
    Jeder darf das subjektiv so empfinden. Doch auf diesem Abschnitt fahren so wenige Züge wie fast auf keinem anderen in der Region Stuttgart, näm-lich nur S-Bahnen – keine Eilzüge, Intercities und Güterzüge. Somit sind zusätzliche Züge – noch da-zu mit sehr kurzer Länge – eine Entwicklung, mit der bei steigender Mobilität der Bürger und dem Zusammenwachsen der Metropolregion Stuttgart durchaus zu rechnen war und ist. Auch fahren die Calwer Züge jeweils dicht kurz vor und hinter der S-Bahn. Die Belastung wird also gebündelt, dazwischen ist nach wie vor Ruhe.
  4. Ist es nicht unökologisch, mit Dieselzügen ein Stück unter der elektrischen Oberleitung zu fahren?
    Nein. Dies wird seit Jahrzehnten bundesweit so praktiziert, wenn angrenzende Strecke mit zu befahren sind. Zum Beispiel fährt die Ammertal-bahn (Herrenberg) von Tübingen bis Plochingen unter Fahrdraht und die Ermstalbahn (Bad Urach) von Metzingen bis Reutlingen. Das ist effektiver als Umsteigen der Fahrgäste. Somit nutzen we-sentlich mehr Kunden die Züge und lassen dafür ihr Auto dafür für die Gesamtstrecke stehen. Das spart wirklich Energie, Abgase und Feinstaub.
  5. Warum werden keine alternativen Antriebstechniken wie Hybridantrieb oder Wasserstofftechnik erwogen, anstatt Diesel?
    Alle anderen Anwendungen sind von der wirt-schaftlichen Marktfähigkeit und Dauerhaftigkeit weit entfernt. Der Kreis Calw muss seine Bahn jetzt reaktivieren, und er muss mit den Fahrzeu-gen fahren, mit denen er jetzt preisgünstig und zuverlässig den Einstieg schafft. Was sich später, in weiteren Schritten ergeben könnte, wird man se-hen. Ohne jetzigen Start mit bewährten Fahrzeu-gen ergibt sich auf jeden Fall gar nichts.

Kommentare:
Alfred Pieger: Ich bin vor 25 Jahren von Darmsheim nach Althengstett gezogen. Mein Arbeitsplatz war in Sindelfingen und nur mit dem Auto zu erreichen. Im Jahre 2000 kamen dann die ersten Berichte über eine Anbindung mit der Bahn von Sindelfingen über Darmsheim, Döffingen über Viadukt nach Dätzingen an die vorhandenen Schienen von Calw nach Weil der Stadt. Bürgermeister der aufgezählten Orte waren auf dieser Strecke mit dem Bus unterwegs um die Verkehrssituation aufzuzeigen. Damals gab es Verkehrszählungen im Großraum Sindelfingen und durch Darmsheim durch wurden ca. 20000 Fahrzeuge gezählt, bei der letzten Zählung zwischen 2008-2010 waren es ca. 28000 Fahrzeuge. Hätte es damals schon eine Bahnverbindung gegeben, wäre ich nur noch mit der Bahn gefahren.
Ein Sohn mit Familie wohnt in Wendlingen, mit der S1 zu erreichen. Ein weiterer Sohn und Tochter mit Familien wohnen in Stuttgart. Mit dem Auto über die Autobahn, teilweise ein Chaos in beiden Richtungen.
Obwohl ich nicht mehr arbeite sondern in Rente bin, begrüße ich die Bürger-Aktion und auch den Druck vom Landrat Riegger aus Calw um die "Hessebahn" wieder zu reaktivieren. Wir brauchen die Bahn. (23.09.2014)

Helge Schlupp: Anfang der 80er Jahre, kurz vor der Stilllegung der Strecke bin ich noch einmal mit meinem Vater im alten roten Schienenbus von Weil der Stadt nach Calw unterwegs gewesen und habe diese Fahrt noch in guter Erinnerung. Vor allem der Streckenabschnitt zwischen Althengstett und Calw ist einfach imposant und beeindruckend. Echt schade gewesen, daß diese Strecke stillgelegt wurde, weil damals die Politik hauptsächlich aufs Auto ausgerichtet war.

Nachdem ich in der letzten Zeit so einiges in der Zeitung lese, was die Reaktivierung dieser Bahnstrecke anbetrifft, so schließe ich mich dem Begehren an, dass diese Linie doch einmal wiedereröffnet werden kann. Bietet diese Verbindung doch den direkten Anschluß von Stuttgart ins Nagoldtal und an den Schwarzwaldrand.
Nachdem schon einige stillgelegte Bahnstrecken, wie z. B. Metzingen-Bad Urach, Tübingen-Herrenberg und Böblingen-Dettenhausen, wieder reaktiviert wurden, sollte dies auch bei der Hermann-Hesse-Bahn möglich sein.
Denke ich an die Verbindung Eutingen-Freudenstadt, muß ich sagen, daß diese, früher quasi gar nicht von der Bahn bediente, Strecke, sogar elektrifiziert wurde, was ich selber nie für möglich gehalten hätte. Heute kann man direkt und ohne Probleme nach Freudenstadt fahren.

Bin 'mal gespannt, wie schnell man hier (zeitlich gesehen) zum Ziel kommt und die Bahn in Zukunft über Weil der Stadt nach Calw fährt. (01.11.2014)

Norman Polensky: In der jetzigen Situation sollten alle Ãœberlegungen und
Aktivitäten auf Verlängerung der S- Bahn von Weil der Stadt
nach Calw konzentriert werden.
Der Verband Region Stuttgart hat die Vorlage gegeben
Ein Dieselzug, mitten in die bestehende S- Bahn reingequetscht
ist anachronistisch.
Und ausserdem sparen wir die extremen Schadstoffe durch
unkontrollierte Dieselabgase.
Siehe V W, das ist bei der Bahn bestimmt nicht anders (08.10.2015)

 
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